Vergleichende Lexikologie 24.09.2026

Wortfelder werden onomasiologisch definiert und zusammengesetellt und sodann semasiologisch untersucht. Bei Wortfeldern wie der Verwandtschaftsterminologie, die hochgradig strukturiert sind, kann man, ähnlich wie in der allgemein-vergleichenden Grammatik, universale Konzepte definieren und in onomasiologischer Sicht prüfen, wie diese in den verglichenen Sprachen in Lexeme umgesetzt werden. Das Schaubild zeigt einen Ausschnitt aus der englischen Verwandtschaftsterminologie im Vergleich mit der Lateinischen.

Die Darstellung veranschaulicht, dass die betreffenden universalen Konzepte im Englischen paarweise fusioniert werden, indem auf das semantische Merkmal des Geschlechts des involvierten Elternteils verzichtet wird, während dieses Merkmal im Lateinischen genutzt wird, so dass jedes der Konzepte mit einem Lexem gepaart ist.