Arten von Sätzen
Die Satzarten werden nach einer Reihe unabhängiger Kriterien klassifiziert:
- nach der Selbständigkeit: Haupt- vs. Nebensätze,
- nach dem Satztyp: Aussage-, Frage-, Befehls-, Ausrufesätze,
- nach der Kategorie des Prädikats: Nominal-, Verbal-, Adverbialsätze,
- nach der Funktion: Präsentations-, Existenz-, possessions- usw -sätze,
- nach der Komplexität: einfacher vs. zusammengesetzter Satz.
Konzeption syntaktischer Funktionen
Eine syntaktische Funktion wird in erster Linie durch ihre syntaktischen Eigenschaften (in Keenan 1976 ‘behavioral properties’ genannt) bestimmt. Das sind Beschränkungen derart, daß jegliches Satzglied, welches einer bestimmten syntaktischen Operation zugänglich sein soll, von einer bestimmten Art – also z.B. Subjekt oder direktes Objekt – sein muß.1 Eine solche Beschränkung läßt sich dann diagnostisch so verwerten, daß man die Beschränkung voraussetzt und dann in Konstruktionen dasjenige Satzglied identifiziert, welches der Beschränkung unterliegt.
Kriterien zur Definition des Subjekts anderswo.
Kriterien zur Definition des direkten Objekts anderswo.
Eine syntaktische Funktion wird nur in zweiter Linie durch morphologische Phänomene, welche an einem der Relata auftreten (in Keenan 1976 “coding properties” genannt), definiert. Denn solche Eigenschaften weist die syntaktische Funktion nicht in allen Sprachen auf.
1 "grammatical relations (syntactic relations) exist in a language only where the behavioral patterns of a language give evidence of a syntactic relation independent of semantic and pragmatic relations" (Van Valin & LaPolla 1997:274).
| Thema | Punkte |
| Syntaktische Ambiguität 5 | 10 |
| Possessiver Dativ im Umgangsdeutschen | 11 |
| Expletives es | 8 |
| Syntaktische Ambiguität 6 | 6 |
| Das deutsche Vorfeld | 5 |